Beckenschiefstand – spielt das wirklich eine Rolle?

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Die Diagnose klingt für viele erst einmal eindeutig: Beckenschiefstand. Und oft folgt direkt die nächste Sorge: Ist mein Becken schief – und sind deshalb meine Schmerzen da?

Genau an diesem Punkt lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Denn anhand einer solchen Diagnose direkte Rückschlüsse auf Schmerzen zu ziehen, ist oft deutlich schwieriger, als es auf den ersten Blick wirkt. In vielen Fällen wäre das sogar rein spekulativ.

Was viele denken

Wer hört, dass das Becken „schief“ sei, verbindet damit schnell ein klares Erklärungsmodell: Wenn etwas nicht gerade ist, muss es doch die Ursache für Beschwerden sein.

Das Problem: Der menschliche Körper funktioniert nicht wie eine perfekt ausgerichtete Maschine, bei der jede kleine Abweichung automatisch einen Defekt bedeutet.

Alte Erklärungsmodelle reichen dafür oft nicht mehr aus. Denn um Schmerzen wirklich zu verstehen, müssen wir den Menschen als Ganzes betrachten – nicht nur eine einzelne Struktur oder eine einzelne Diagnose.

Ein schiefes Becken ist nicht automatisch ein Problem

Dein Becken mag vielleicht tatsächlich etwas asymmetrisch sein. Aber das ist nicht automatisch falsch oder behandlungsbedürftig.

Der Körper ist von Natur aus nicht immer komplett symmetrisch. Kleine Unterschiede zwischen rechts und links sind normal. Sie bedeuten nicht automatisch, dass etwas „aus dem Lot“ geraten ist oder Schmerzen verursachen muss.

Deshalb gilt: Nicht jede sichtbare oder messbare Abweichung ist automatisch die Ursache von Beschwerden.

Warum die Diagnose oft überschätzt wird

Eine Diagnose wie Beckenschiefstand klingt konkret und greifbar. Genau deshalb wird ihr oft mehr Bedeutung gegeben, als sie tatsächlich haben sollte.

Doch Schmerzen entstehen selten nur durch einen einzelnen mechanischen Faktor. Andere Einflüsse können einen viel größeren Effekt haben, zum Beispiel:

  • Schlaf
  • Stress
  • Ängste
  • Lifestyle
  • Belastungsverhalten im Alltag oder Training
  • frühere Erfahrungen und Expertenmeinungen

Wer nur auf das vermeintlich „schiefe“ Becken schaut, übersieht oft genau diese Faktoren.

Die eigentliche Gefahr: ein falsches Körperbild

Problematisch wird es vor allem dann, wenn Menschen beginnen, ihren Körper über solche Diagnosen zu definieren.

Aus einer Beschreibung wird dann schnell eine Überzeugung: Ich bin schief. Mit meinem Körper stimmt etwas nicht. Ich muss vorsichtig sein.

Genau dieses Denken kann Unsicherheit verstärken, Bewegung einschränken und das Vertrauen in den eigenen Körper schwächen.

Deshalb ist es wichtig, sich nicht „schiefer reden“ zu lassen, als man wirklich ist.

Was wir stattdessen brauchen

Statt vorschnell eine Struktur für Schmerzen verantwortlich zu machen, sollten wir genauer hinschauen:

  • Wann treten die Beschwerden auf?
  • Welche Belastungen spielen eine Rolle?
  • Wie bewegst du dich im Alltag?
  • Wie ist dein Schlaf, dein Stresslevel und dein allgemeines Wohlbefinden?
  • Welche Gedanken und Ängste hast du in Bezug auf deinen Körper?

Erst aus diesem Gesamtbild lässt sich sinnvoll ableiten, was wirklich relevant ist.

Unser Blick bei Health One

Bei Health One geht es nicht darum, Menschen auf eine einzelne Diagnose zu reduzieren. Unser Ziel ist es, den Menschen zu verstehen – nicht nur einen Befund.

Ein Beckenschiefstand kann beschrieben werden. Aber ob er für deine Beschwerden überhaupt relevant ist, lässt sich nicht pauschal sagen.

Deshalb schauen wir genauer hin: auf deine Symptome, deine Belastbarkeit, deinen Alltag und die Faktoren, die wirklich Einfluss auf deine Schmerzen haben können.

Fazit

Die Diagnose Beckenschiefstand klingt oft bedeutender, als sie für Beschwerden tatsächlich ist.

Ein leicht asymmetrisches Becken ist nicht automatisch falsch. Und allein daraus auf Schmerzen zu schließen, ist häufig spekulativ.

Viel wichtiger ist der Blick auf das große Ganze: Belastung, Schlaf, Stress, Ängste, Alltag und dein individuelles Bewegungsverhalten.

Um Schmerzen zu verstehen, müssen wir den Menschen verstehen – nicht nur die Diagnose.

Du möchtest herausfinden, was hinter deinen Beschwerden wirklich steckt? Dann lass uns gemeinsam darauf schauen.

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Richard

Inhaber & CEO | Physiotherapeut
Seit wann im Team? Januar 2024

Qualifikation:
  • ⁠Staatlicher Physiotherapeut
  • ⁠Sporttherapeut (Sportreha, Fitnesstrainer B, Sportmentaltrainer, Rückentrainer, Koordinationstrainer)
  • Fortbildungen: Manuelle Therapie, Sportphysiotherapie, Manuelle Lymphdrainage, Manuelle Trainingstherapie, Sanogym - Konzept)

Hauptaufgabenbereich/Spezialgebiet:
•⁠ ⁠Geschäftsführung
•⁠ ⁠Physiotherapie

Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Gesundheit ist vielschichtig und komplex. Genau deshalb braucht sie einfache, klare und alltagstaugliche Systeme – Lösungen, die nachhaltig wirken und für jeden integrierbar sind.

Meine eigene Reise begann früh: Mit 14 Jahren wurden bei mir eine Skoliose und Morbus Scheuermann diagnostiziert. Diese Diagnose war kein Rückschlag, sondern ein Startschuss. Sie hat den Grundstein dafür gelegt, mich intensiv mit meinem Körper, der Anatomie, der Physiologie und den Mechanismen von Schmerz und Leistungsfähigkeit auseinanderzusetzen.

Aus persönlicher Betroffenheit wurde Leidenschaft.
Aus Leidenschaft wurde Berufung.

Nach meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten und dem Studium zum Sporttherapeuten arbeitete ich zunächst in einer Physiotherapiepraxis und betreute unter anderem junge Leistungssportler. Doch mein Antrieb war größer: Ich wollte eigene Strukturen schaffen. Systeme entwickeln. Mehr Menschen erreichen.

Mit 23 Jahren gründete ich meine eigene Physiotherapiepraxis und mein Gesundheitsstudio: Health One.

Heute begleiten wir täglich Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Schmerzfreiheit. Unser Ansatz verbindet moderne Physiotherapie mit strukturiertem Training – wissenschaftlich fundiert, individuell angepasst und langfristig wirksam.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

⁠Selbstverantwortung, Vertrauen und Disziplin sind der Schlüssel für Gesundheit.

Alexander

Physiotherapeut
Seit wann im Team? Mai 2026

Qualifikation:
  • Physiotherapeut - Manuelle Therapie
  • Handtherapeut
Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Die Faszination für den Körper, das Zusammenspiel sämtlicher Systeme und die Möglichkeit, dem Körper bei der Wiederherstellung seiner Balance und Gesundheit helfen zu können.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Trust the process.

Ellen

Physiotherapeutin
Seit wann im Team? August 2025

Qualifikation:
  • Examinierte Physiotherapeutin 
  • Nordic Walking, Kinesio Taping, Rückenschule, Bobath, Manuelle Lymphdrainage, Manualtherapeutische Techniken,
  • Therapeutisches Klettern 
Hauptaufgabenbereich/Spezialgebiet:
  • Rehabilitation nach Verletzungen, Haltungsschulung

 

Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Weil es schön und herausfordernd zugleich ist Leuten zu helfen...und außerdem bleibt man dabei selbst fit.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Ganz schmerzfrei wird's nicht, aber mit ein bisschen Geduld und Willenskraft kommen wir ans Ziel.

Marvin Link

Azubi
Seit wann im Team? September 2025

Qualifikation:
  • Fitness-C, Fitnesstrainer-B
Hauptaufgabenbereich/Spezialgebiet:
  • Thekentätigkeiten
  • Präventionskursleiter
  • Allgemeine Hilfe
Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

In meinem Leben hab ich mich schon immer für Sport interessiert, sehr viele Sportarten ausprobiert und bin beim Volleyball und Kraftsport hängengeblieben. Durch Volleyball liebe ich es in einem Team zu interagieren und mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten. Mit dem Kraftsport hat sich mein Interesse an der Funktionsweise verschiedenster Vorgänge an und in unserem Körper extrem erhöht und ich bin nach wie vor sehr begeistert von dem fast endlosen Thema. Diese zwei „Leidenschaften“ haben mich unteranderem durch verschiedene Praktikas in diesen Beruf geführt, in dem ich mich sehr wohl fühle.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Du musst nicht der Beste sein - nur besser als gestern.

⁠Yannick Gaertner

Personal Trainer | Reha-Trainer | Kursleiter
Seit wann im Team? Juli 2024

Qualifikation:
  • ⁠Bachelor Fitnesswissenschaften & -Ökonomie
  • Übungsleiter-Lizenz Reha-Sport
  • Über 10 Trainerlizenzen (unter anderem Medizinisches Fitnesstraining A-Lizenz, Personal Training A-Lizenz)

Hauptaufgabenbereich/Spezialgebiet:
•⁠ ⁠Schmerzcoaching
•⁠ ⁠Personal Training
•⁠ ⁠Reha-Sport
•⁠ ⁠Kurse

Über mich

Sport begleitet mich, seit ich denken kann. Vom 5. bis zum 18. Lebensjahr stand ich leidenschaftlich auf dem Fußballplatz, bevor ich durch einige Verletzungen von Knie und Schulter meine Begeisterung für das gezielte Krafttraining entdeckte. Was zunächst mit Muskelaufbau begann, entwickelte sich schnell zu einer echten Berufung: Menschen durch Training stärker, gesünder und vor allem schmerzfrei zu machen.
Um mein Wissen auf ein fundiertes Fundament zu stellen, absolvierte ich meinen Bachelor in Fitnesswissenschaften & Ökonomie an der IST-Hochschule für Management. Parallel dazu vertiefte ich mich intensiv in die Themen Schmerzmechanismen, Beschwerdebilder und deren aktive Therapie durch Training. 2023 folgte die Ausbildung zum Reha-Trainer mit Übungsleiter-Lizenz im orthopädischen Reha-Sport – ergänzt durch zahlreiche weitere Trainerlizenzen.
Ich bin wissbegierig, entwickle mich stetig weiter und hinterfrage Trainingsmethoden, um für meine Kundinnen und Kunden immer die bestmögliche Lösung zu finden. Mit Stolz kann ich heute sagen, bereits vielen Menschen geholfen zu haben, sich wieder schmerzfrei zu bewegen, leistungsfähiger zu werden und mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Training ist für mich nicht nur ein Beruf – es ist meine Leidenschaft.

Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Die Leidenschaft für den Beruf entwickelte sich ursprünglich, wie so oft, aus einem persönlichen Hobby. Mittlerweile brenne ich einfach dafür, Menschen gesünder und schmerzfreier zu machen und ihnen zu einem gesünderer Leben zu verhelfen.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich, und es ist nie zu spät, um anzufangen. Wichtig ist, dass man etwas für sich und seinen Körper tut - und mit der richtigen Unterstützung kann es jeder schaffen, seine Ziele zu erreichen.

Lara Wittich

Trainerin | Kursleiterin
Seit wann im Team? Juli 2024

Qualifikation:
  • Fitnesstrainer B Lizenz
  • Personaltraining A Lizenz
  • Rückentraining A Lizenz
  • Sporternährung B Lizenz
  • Supplement Beratung, Sales und Servicemanagement

Hauptaufgabenbereich:

  • Leitung und Durchführung von Kursen
  • Erstellung individueller Trainingspläne und Trainingseinweisungen an Geräten
Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Weil ich selbst schon lange Sport mache und immer wieder gemerkt habe, wie viel Training eigentlich verändern kann. Ich finde es interessant wie tief der Wissensbereich in dem diesem Job ist und das ich Menschen helfen kann Ihr Selbstbewusstsein und ihre Gesundheit zu optimieren.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Sieh Training nicht als Pflicht, sondern als größte Investition in dich selbst.

Isabell

Fitnesstrainerin | BALLance Trainerin | Gesundheits & Ernährungsberaterin
Seit wann im Team? Juni 2020

Qualifikation:
  • Fitnesstrainerin C Lizenz
  • Trainerin für Faszien Yoga
  • Fachberater für holistische Gesundheit
  • Achtsamkeits und Meditationstrainerin
  • BALLance Trainerin
  • Ausbildung in Fogo Sagrado
  • Ausbildung zur energetischen Wirbelsäulenaufrichtung
  • Schüssler-Salz Beraterin

Spezialgebiet

  • Gesundheitsberatung
  • BALLance Trainerin
Warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe

Ich bin BALLancetrainerin und ganzheitliche Gesundheitsberaterin,
weil ich nicht Symptome bekämpfe, sondern Ursachen löse.

Ich glaube an Aufrichtung.
An echte Balance.
An den Körper als intelligentes System.

Wenn Menschen sich körperlich und innerlich wieder aufrichten,
kommt ihre Kraft zurück.
Genau dafür brenne ich.

Was ich dir mit auf den Weg geben möchte

Ich wünsche allen Mitgliedern nicht nur weniger Schmerz oder mehr Beweglichkeit.
Ich wünsche ihnen Klarheit über ihren Körper.
Stabilität , innen wie außen.
Vertrauen in sich selbst.
Energie für das Leben, das sie führen wollen.

Und dass sie erkennen :
Gesundheit ist keine Zufälligkeit.
Sie ist eine Entscheidung.